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Firma in der Schweiz kaufen und den Einstieg als Unternehmer vorbereiten

1 day ago
8 min read

Eine bestehende Firma in der Schweiz zu kaufen, kann eine attraktive Möglichkeit sein, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und eine eigene unternehmerische Zukunft aufzubauen. Im Gegensatz zu einer Neugründung übernehmen Käufer dabei einen bereits bestehenden Betrieb mit vorhandenen Geschäftsstrukturen, Kundenbeziehungen, Mitarbeitenden und möglicherweise etablierten Produkten oder Dienstleistungen.

Allerdings ist eine Unternehmensübernahme mit weitreichenden finanziellen und organisatorischen Entscheidungen verbunden. Kaufinteressenten müssen nicht nur ein passendes Unternehmen finden, sondern auch dessen wirtschaftliche Situation beurteilen, den Kaufpreis überprüfen und die Finanzierung sicherstellen. Darüber hinaus ist es wichtig, sich auf die zukünftige Rolle als Unternehmer vorzubereiten.

Ein erfolgreicher Einstieg beginnt deshalb lange vor der Vertragsunterzeichnung. Wer seine Ziele klar definiert, den Betrieb gründlich prüft und die Übernahme sorgfältig plant, schafft eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

1. Warum eine bestehende Firma kaufen?

Der Kauf eines bestehenden Unternehmens bietet gegenüber einer Neugründung verschiedene Möglichkeiten. Käufer können auf bereits vorhandenen Strukturen aufbauen und müssen nicht sämtliche betrieblichen Grundlagen von Anfang an entwickeln.

Vorhandene Kundenbeziehungen übernehmen

Ein etablierter Betrieb verfügt häufig über einen bestehenden Kundenstamm. Langjährige Geschäftsbeziehungen können für neue Eigentümer besonders wertvoll sein, da sie eine Grundlage für laufende Umsätze und zukünftige Aufträge bilden.

Allerdings sollte geprüft werden, wie stabil diese Beziehungen sind und ob wichtige Kunden auch nach dem Eigentümerwechsel weiterhin mit dem Unternehmen zusammenarbeiten möchten.

Eingespielte Geschäftsprozesse nutzen

Bei einer bestehenden Firma sind viele Abläufe bereits organisiert. Dazu gehören beispielsweise Einkauf, Verkauf, Produktion, Buchhaltung und Kundenbetreuung.

Diese Strukturen können den Einstieg erleichtern, sofern sie wirtschaftlich sinnvoll und gut dokumentiert sind.

Mitarbeitende und Fachwissen übernehmen

Qualifizierte Mitarbeitende bringen Erfahrung und branchenspezifisches Wissen mit. Sie können den neuen Eigentümer bei der Weiterführung des Betriebs unterstützen.

Besonders bei spezialisierten KMU ist das vorhandene Know-how häufig ein wichtiger Bestandteil des Unternehmenswertes.

Eine etablierte Marktposition nutzen

Ein Unternehmen mit langjähriger Tätigkeit kann bereits über einen bekannten Namen, einen guten Ruf und feste Marktpositionen verfügen.

Diese Voraussetzungen können den Markteintritt erleichtern. Trotzdem sollte die tatsächliche Wettbewerbsfähigkeit anhand nachvollziehbarer Informationen überprüft werden.

2. Die eigenen unternehmerischen Ziele festlegen

Bevor Sie eine Firma kaufen, sollten Sie sich darüber klar werden, welche Art von Unternehmen Sie übernehmen möchten und welche Ziele Sie damit verfolgen.

Eine klare Vorstellung hilft, geeignete Angebote zu finden und Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Persönliche Fähigkeiten und Erfahrungen berücksichtigen

Überlegen Sie, welche Kenntnisse und beruflichen Erfahrungen Sie in die zukünftige Unternehmensführung einbringen können.

Wenn Sie beispielsweise bereits im Handel tätig waren, könnte ein Handelsunternehmen zu Ihrem Profil passen. Technische Fachkräfte können dagegen von einem Betrieb aus dem Handwerk oder der Produktion profitieren.

Auch ohne direkte Branchenerfahrung ist eine Übernahme möglich. In diesem Fall sollten Sie jedoch prüfen, ob ausreichend Fachwissen im Unternehmen vorhanden ist oder externe Unterstützung benötigt wird. Wer sich mit dem Thema KMU verkaufen Schweiz beschäftigt, kann hier eine passende Plattform für die Nachfolgersuche entdecken.

Die gewünschte Branche auswählen

In der Schweiz gibt es zahlreiche Branchen, in denen bestehende Unternehmen übernommen werden können.

Dazu gehören unter anderem:

  • Handwerk und Baugewerbe

  • Einzelhandel und Grosshandel

  • Gastronomie und Lebensmittel

  • IT und digitale Dienstleistungen

  • Transport und Logistik

  • Produktion und Industrie

  • Beratung und Unternehmensdienstleistungen

  • Gesundheitsnahe und persönliche Dienstleistungen

Bei der Auswahl sollten Sie nicht nur Ihre Interessen berücksichtigen, sondern auch die wirtschaftlichen Perspektiven und branchenspezifischen Anforderungen untersuchen.

Die eigene Rolle definieren

Möchten Sie den Betrieb selbst führen und täglich im Unternehmen arbeiten oder eher die strategische Leitung übernehmen?

Diese Entscheidung beeinflusst die Auswahl der Firma erheblich. Ein Unternehmen mit komplexen betrieblichen Abläufen benötigt möglicherweise eine erfahrene Geschäftsführung, während ein kleiner Betrieb stärker auf die aktive Mitarbeit des Eigentümers ausgerichtet sein kann.

3. Das verfügbare Budget realistisch planen

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der finanziellen Belastung. Käufer sollten zusätzlich berücksichtigen, welche Kosten nach der Übernahme entstehen können.

Eigenkapital bestimmen

Berechnen Sie zunächst, wie viel Eigenkapital Sie für den Kauf einsetzen können, ohne Ihre gesamte finanzielle Reserve aufzubrauchen.

Eine ausreichende Eigenkapitalbasis kann die Finanzierung erleichtern und zeigt potenziellen Finanzierungspartnern, dass Sie einen Teil des unternehmerischen Risikos selbst tragen.

Zusätzliche Kaufkosten berücksichtigen

Neben dem vereinbarten Kaufpreis können weitere Ausgaben entstehen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kosten für Rechtsberatung

  • Steuerliche Beratung

  • Unternehmensbewertung

  • Finanzielle und rechtliche Prüfungen

  • Notwendige Vertragsarbeiten

  • Gebühren und weitere Transaktionskosten

Diese Ausgaben sollten bereits in der Kaufplanung berücksichtigt werden.

Betriebskapital einplanen

Nach der Übernahme muss das Unternehmen weiterhin laufende Rechnungen, Löhne, Mieten und Lieferantenverpflichtungen bezahlen können.

Deshalb ist eine ausreichende Liquiditätsreserve wichtig. Auch unerwartete Reparaturen oder zusätzliche Investitionen sollten finanziell eingeplant werden.

4. Die passende Firma in der Schweiz finden

Die Suche nach einem geeigneten Unternehmen gehört zu den ersten praktischen Schritten. Dabei können persönliche Netzwerke, Unternehmensberater und spezialisierte Firmenbörsen hilfreich sein.

Spezialisierte Firmenbörsen nutzen

Eine Firmenbörse Schweiz bietet Kaufinteressenten die Möglichkeit, bestehende Unternehmen und verfügbare Nachfolgeangebote zu entdecken.

Solche Plattformen bringen Firmeninhaber, die einen Verkauf planen, mit Personen zusammen, die eine bestehende Firma übernehmen möchten.

Durch die gezielte Suche nach Branche, Standort oder Unternehmensgrösse lässt sich die Auswahl möglicher Betriebe eingrenzen.

Persönliche Kontakte einbeziehen

Auch Geschäftspartner, Branchenverbände und Unternehmernetzwerke können wertvolle Hinweise liefern.

Manche Firmeninhaber bevorzugen eine diskrete Nachfolgelösung und veröffentlichen ihre Verkaufsabsichten nicht öffentlich. Persönliche Kontakte können deshalb zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Unternehmensberater kontaktieren

Spezialisierte Berater unterstützen Kaufinteressenten bei der Suche, Bewertung und Prüfung eines Unternehmens.

Sie können beispielsweise helfen, passende Angebote zu identifizieren, finanzielle Kennzahlen zu analysieren und den weiteren Übernahmeprozess zu strukturieren.

5. Das Unternehmen vor dem Kauf gründlich prüfen

Ein interessantes Verkaufsangebot ist noch kein Beweis dafür, dass sich die Übernahme wirtschaftlich lohnt. Vor einer verbindlichen Entscheidung sollten alle wichtigen Unternehmensbereiche untersucht werden.

Finanzielle Kennzahlen analysieren

Lassen Sie sich die Jahresabschlüsse und Erfolgsrechnungen der vergangenen Geschäftsjahre zeigen.

Besonders wichtig sind:

  • Umsatzentwicklung

  • Jahresgewinne und Verluste

  • Betriebskosten

  • Personalkosten

  • Liquidität

  • Eigenkapital

  • Kredite und Verbindlichkeiten

  • Laufende Investitionen

Ein Vergleich mehrerer Jahre hilft dabei, die wirtschaftliche Entwicklung besser einzuschätzen.

Kunden und Marktposition überprüfen

Prüfen Sie, wie sich der Umsatz auf verschiedene Kunden verteilt und ob einzelne Geschäftsbeziehungen besonders wichtig sind.

Ein Unternehmen, das stark von einem einzigen Kunden abhängig ist, kann nach der Übernahme einem erheblichen Risiko ausgesetzt sein.

Untersuchen Sie ausserdem die wichtigsten Wettbewerber, die regionale Nachfrage und mögliche Veränderungen im Marktumfeld.

Mitarbeitende und interne Abläufe kennenlernen

Informieren Sie sich über die Qualifikationen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Mitarbeitenden.

Besonders wichtig sind Schlüsselpersonen, deren Wissen für den täglichen Betrieb unverzichtbar ist.

Auch die Unternehmenskultur sollte berücksichtigt werden. Ein gut eingespieltes Team kann den Einstieg erleichtern, während unklare Zuständigkeiten oder hohe Personalfluktuation zusätzliche Herausforderungen verursachen können.

6. Den tatsächlichen Unternehmenswert bestimmen

Ein angemessener Kaufpreis sollte auf einer nachvollziehbaren Bewertung beruhen. Der vom Verkäufer gewünschte Betrag ist nicht automatisch mit dem tatsächlichen wirtschaftlichen Wert der Firma gleichzusetzen.

Materielle Vermögenswerte bewerten

Zu den materiellen Vermögenswerten gehören Maschinen, Fahrzeuge, technische Anlagen, Lagerbestände, Büroausstattung und gegebenenfalls Immobilien.

Dabei sollten Alter, Zustand und aktueller Marktwert berücksichtigt werden.

Immaterielle Unternehmenswerte berücksichtigen

Auch Kundenbeziehungen, Markenbekanntheit, Patente, Lizenzen und eingespielte Geschäftsprozesse können den Unternehmenswert beeinflussen.

Solche Werte lassen sich nicht immer unmittelbar aus der Bilanz ablesen. Deshalb sollten sie gesondert betrachtet und möglichst nachvollziehbar bewertet werden.

Professionelle Bewertung durchführen lassen

Je nach Unternehmen können unterschiedliche Bewertungsmethoden eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise das Ertragswertverfahren, das Substanzwertverfahren und marktbezogene Vergleichsmethoden.

Ein unabhängiger Experte kann helfen, eine realistische Einschätzung zu erstellen und die Kaufpreisverhandlungen auf eine sachliche Grundlage zu stellen.

7. Die Finanzierung der Unternehmensübernahme sichern

Eine solide Finanzierung ist entscheidend, damit der neue Eigentümer nicht bereits kurz nach dem Kauf unter finanziellen Druck gerät.

Bankfinanzierung vorbereiten

Viele Käufer prüfen die Möglichkeit, einen Teil des Kaufpreises über einen Bankkredit zu finanzieren.

Dafür benötigen Finanzierungspartner häufig Informationen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, die geplante Übernahme und die persönliche finanzielle Ausgangslage des Käufers.

Eine nachvollziehbare Planung kann die Gespräche erleichtern.

Verkäuferdarlehen prüfen

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Teil des Kaufpreises über ein Darlehen des bisherigen Eigentümers finanziert werden.

Dabei wird vereinbart, dass der Käufer einen Teil des Kaufpreises zu einem späteren Zeitpunkt bezahlt.

Die konkreten Bedingungen, Sicherheiten und Rückzahlungsmodalitäten sollten vertraglich klar geregelt werden.

Finanzielle Reserven erhalten

Verwenden Sie nicht sämtliche verfügbaren Mittel für den Kaufpreis.

Eine Reserve ist wichtig, um laufende Kosten zu decken, auf unerwartete Entwicklungen zu reagieren und notwendige Investitionen vorzunehmen.

8. Rechtliche und steuerliche Fragen klären

Bei einer Unternehmensübernahme in der Schweiz müssen verschiedene rechtliche und steuerliche Aspekte berücksichtigt werden.

Rechtsform des Unternehmens prüfen

Informieren Sie sich, ob Sie beispielsweise eine Einzelfirma, eine GmbH oder eine Aktiengesellschaft übernehmen möchten.

Die Rechtsform beeinflusst unter anderem die Eigentumsverhältnisse, Haftungsfragen und die Organisation des Betriebs.

Share Deal und Asset Deal unterscheiden

Bei einem Share Deal werden Gesellschaftsanteile erworben. Die Gesellschaft bleibt bestehen und behält grundsätzlich ihre Vermögenswerte, Verträge und Verpflichtungen.

Bei einem Asset Deal werden bestimmte Vermögenswerte und gegebenenfalls weitere betriebliche Bestandteile übertragen.

Welche Variante geeignet ist, hängt von der Unternehmensstruktur und den wirtschaftlichen Zielen der Beteiligten ab.

Bestehende Verträge kontrollieren

Prüfen Sie insbesondere:

  • Miet- und Pachtverträge

  • Arbeitsverträge

  • Kundenvereinbarungen

  • Lieferantenverträge

  • Leasingverträge

  • Darlehensvereinbarungen

  • Versicherungen

  • Lizenz- und Nutzungsrechte

Einige Verträge können besondere Übertragungsbedingungen enthalten oder die Zustimmung eines Vertragspartners erfordern.

Steuerliche Folgen beurteilen

Die steuerlichen Auswirkungen hängen unter anderem von der Art der Übertragung und der Unternehmensstruktur ab.

Eine frühzeitige Beratung durch einen Steuerexperten hilft, mögliche Belastungen zu erkennen und die Transaktion entsprechend vorzubereiten.

9. Die Due Diligence durchführen

Die Due Diligence bezeichnet die umfassende Prüfung eines Unternehmens vor dem Kauf. Sie dient dazu, die Angaben des Verkäufers zu überprüfen und mögliche Risiken aufzudecken.

Finanzielle Prüfung

Hier werden unter anderem Jahresabschlüsse, Liquidität, Verbindlichkeiten, Umsätze und zukünftige Ertragsaussichten untersucht.

Ziel ist es, ein möglichst realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage zu erhalten.

Rechtliche Prüfung

Bei der rechtlichen Prüfung stehen Eigentumsverhältnisse, Verträge, Verpflichtungen und mögliche Rechtsstreitigkeiten im Mittelpunkt.

Auch branchenspezifische Bewilligungen und regulatorische Anforderungen sollten berücksichtigt werden.

Operative Prüfung

Die operative Due Diligence beschäftigt sich mit den tatsächlichen Geschäftsabläufen.

Dazu gehören Produktionsprozesse, technische Ausstattung, Lieferketten, Personalorganisation und interne Systeme.

Die Ergebnisse helfen dabei, den notwendigen Aufwand nach der Übernahme besser einzuschätzen.

10. Die eigene Rolle als Unternehmer vorbereiten

Der Kauf einer Firma bedeutet nicht nur einen Eigentümerwechsel. Für viele Käufer beginnt damit eine neue berufliche und persönliche Verantwortung.

Deshalb sollte man sich bereits vor der Übernahme auf die Aufgaben als Unternehmer vorbereiten.

Führungsaufgaben verstehen

Als neuer Eigentümer müssen Sie möglicherweise Entscheidungen über Personal, Investitionen, Kundenbeziehungen und die strategische Ausrichtung treffen.

Dafür sind organisatorische Fähigkeiten, wirtschaftliches Verständnis und eine klare Kommunikation wichtig.

Unterstützung durch erfahrene Fachkräfte sichern

Nicht jeder Unternehmer muss sämtliche Aufgaben selbst übernehmen.

Je nach Unternehmensgrösse können erfahrene Führungskräfte, Buchhalter, Treuhänder und externe Berater wichtige Unterstützung leisten.

Es ist sinnvoll, bereits vor dem Kauf zu prüfen, welche Kompetenzen im Unternehmen vorhanden sind und wo zusätzliche Unterstützung benötigt wird.

Persönliche Belastung realistisch einschätzen

Die Verantwortung für ein Unternehmen kann zeitlich und organisatorisch anspruchsvoll sein.

Klären Sie deshalb, wie viel Zeit Sie investieren möchten und welche privaten oder beruflichen Verpflichtungen berücksichtigt werden müssen.

Eine realistische Einschätzung erleichtert den Übergang in die neue Rolle.

11. Die Übernahme mit dem bisherigen Eigentümer organisieren

Der bisherige Inhaber kann während einer Übergangsphase wertvolle Unterstützung leisten. Seine Erfahrung und sein Wissen über das Unternehmen können den Einstieg des neuen Eigentümers erleichtern.

Wissenstransfer vereinbaren

Legen Sie fest, welche Informationen und Aufgaben während der Übergangsphase weitergegeben werden sollen.

Dazu gehören beispielsweise Kundenkontakte, Lieferantenbeziehungen, interne Abläufe und wichtige betriebliche Besonderheiten.

Mitarbeitende kennenlernen

Nehmen Sie sich Zeit, die Mitarbeitenden und ihre jeweiligen Aufgaben kennenzulernen.

Ein respektvoller Umgang und eine klare Kommunikation können helfen, Vertrauen aufzubauen und Unsicherheiten zu reduzieren.

Kundenbeziehungen übernehmen

Bei wichtigen Kunden sollte der bisherige Eigentümer den neuen Ansprechpartner möglichst persönlich vorstellen.

Dadurch lässt sich der Wechsel besser organisieren und das Risiko vermeiden, dass langjährige Geschäftsbeziehungen unnötig belastet werden.

12. Einen Plan für die ersten Monate erstellen

Nach dem Kauf sollte der neue Eigentümer nicht sofort sämtliche Abläufe verändern. Zunächst ist es sinnvoll, den Betrieb kennenzulernen und die bestehenden Strukturen zu verstehen.

Bestehende Abläufe analysieren

Beobachten Sie, welche Prozesse gut funktionieren und wo möglicherweise Verbesserungsbedarf besteht.

Eine gründliche Bestandsaufnahme hilft, wichtige Zusammenhänge zu erkennen und voreilige Entscheidungen zu vermeiden.

Prioritäten festlegen

Definieren Sie, welche Aufgaben in den ersten Monaten besonders wichtig sind.

Dazu können die Sicherung der Liquidität, die Stabilisierung wichtiger Kundenbeziehungen und die Klärung interner Verantwortlichkeiten gehören.

Langfristige Entwicklung planen

Erst wenn die wichtigsten Grundlagen verstanden sind, sollten grössere Veränderungen und Investitionen geplant werden.

Eine langfristige Strategie kann beispielsweise neue Dienstleistungen, zusätzliche Kundengruppen oder eine Modernisierung der betrieblichen Infrastruktur umfassen.

Fazit

Eine Firma in der Schweiz zu kaufen, kann ein guter Ausgangspunkt für den Einstieg in die Selbstständigkeit sein. Bestehende Kundenbeziehungen, erfahrene Mitarbeitende und eingespielte Geschäftsprozesse bieten eine Grundlage, auf der ein neuer Eigentümer aufbauen kann.

Damit die Übernahme langfristig erfolgreich wird, sind jedoch eine sorgfältige Vorbereitung und eine realistische Einschätzung der Chancen und Risiken notwendig. Besonders wichtig sind die Prüfung der finanziellen Situation, eine nachvollziehbare Unternehmensbewertung, eine gesicherte Finanzierung und die Klärung rechtlicher sowie steuerlicher Fragen.

Auch die persönliche Vorbereitung auf die Rolle als Unternehmer sollte nicht unterschätzt werden. Wer seine Führungsaufgaben kennt, die Mitarbeitenden einbezieht und einen klaren Entwicklungsplan erstellt, kann den Einstieg strukturierter gestalten.

Eine spezialisierte Firmenbörse Schweiz kann dabei helfen, passende Unternehmen und mögliche Nachfolgelösungen zu finden. Zusammen mit einer gründlichen Prüfung und professioneller Beratung entsteht so eine solide Grundlage, um eine bestehende Firma zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

 
 
 

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